Katzen sind sehr sensible Gewohnheitstiere und reagieren oft sehr unterschiedlich auf neue Situationen. In ihrem vertrauten Revier, fühlen sie sich, ob nun reine Wohnungskatze oder Freigänger, sicher und geborgen und daher kann eine jede Veränderung für sie bedrohlich wirken und Stress erzeugen. Damit man diesen so gering wie möglich halten kann und sowohl der Umzug als auch die Eingewöhnung in die neue Umgebung von den Miezen gut verkraftet wird, ist eine behutsame Vorgehensweise notwendig. Dazu sollten einige Punkte auf jeden Fall beachtet werden.


Bereits bei den Vorbereitungen zum Umzug darf die Katze, die genau merkt, das hier etwas „Komisches“ im Gange ist, auf keinen Fall vernachlässigt werden. Spiel- und Schmuseeinheiten dürfen keinesfalls zu kurz kommen. Je ruhiger und gelassener die Katzenhalter mit der Situation umgehen, desto entspannter wird es auch für die Samtpfoten.


Da die Fellnasen ja ziemlich neugierig sind, können Umzugskartons und etwas Durcheinander  für sie sogar recht spannend sein. Es muss aber bis zum Schluss ein Rückzugsort, am besten ein Zimmer mit allem Notwendigem (Futter, Wasser, Katzentoilette, Kratzmöglichkeit, behaglichem Schlafplatz mit Kuscheldecke, offene Transportbox, Spielzeug) zur Verfügung stehen, wo die Mieze ihre Ruhe hat und dann auch eingesperrt wird, um nicht während des Umzugstrubels auszubüxen. Ganz wichtig ist auch hier, das Streicheln und Schmusen mit der Fellnase nicht zu vergessen. Das Katzenzubehör wird dann zuletzt verstaut, damit es als erstes ausgepackt werden kann.


Die Transportbox ist der Samtpfote wahrscheinlich bereits bekannt durch die Besuche beim Tierarzt und sollte jederzeit offen und zugänglich für sie, mit einer Kuscheldecke ausgestattet, in der Wohnung stehen, damit diese auch als Schlafplatz genutzt werden kann und ihr bestens vertraut ist. Hier dürfen auch immer wieder Leckerlis versteckt werden, dann geht die Mieze auch gerne freiwillig hinein. Es ist auch ratsam, ab und zu eine kleine Spazierfahrt mit der Katze zu unternehmen, sodass die Beförderung im Auto nichts Neues mehr ist und sie dies am Umzugstag bereits gut kennt. Auf keinem Fall darf sie im, ihr fremden, Umzugswagen mitgenommen werden. Bei längeren Strecken ist es empfehlenswert, die Katze vier bis fünf Stunden vor Reiseantritt ein letztes Mal zu füttern, unmittelbar vorher gibt es nur zu trinken. Es sollten auch immer wieder Pausen eingelegt und der Mieze in der Box Wasser angeboten werden.


Im neuen Zuhause wird als Erstes wieder ein Wohlfühlzimmer hergerichtet mit all den bekannten Katzenutensilien, die vorher nicht gereinigt werden dürfen, damit eine gewisse Vertrautheit durch die eigene Duftmarke entstehen kann. Hier sollte die Samtpfote die ersten paar Tage bleiben und Zeit mit ihr verbracht werden bis in der restlichen Wohnung weitgehend Ordnung eingekehrt ist. Danach darf die Katze in ihrem Tempo ihr Heim erkunden. Ist es geplant, beim Umzug die Einrichtung zu erneuern, wäre es besser, diese nach und nach  auszutauschen, da es der Mieze die Eingewöhnung erleichtert, je mehr vertraute Möbel sich in der ungewohnten Umgebung befinden.


Sowohl beim Aufenthalt in der Transportbox während der Fahrt als auch im neuen Zuhause kann mit Katzenpheromonen oder Bachblüten-Notfalltropfen die Entspannung und das Wohlbefinden der Fellnasen gefördert werden.


Freigänger sollten erst nach draußen dürfen, wenn sie sich eingelebt haben und sich richtig heimisch in der neuen Wohnung fühlen. Dies kann bis zu vier Wochen dauern.